Gibt es glückliche Dichter?

Zwei Planeten ohne Leben kreisen einsam auf eigener Bahn,
ohne Ziel im Universum, ohne einen Plan.
Können keine Nähe ertragen, kein Vertrauen schenken,
sollen doch fremde Kräfte ihre Wege lenken.

Wir beide sind wie Mond und Sonne,
kann nicht mit dir sein und auch nicht ohne.
So weit entfernt und doch verbunden,
ein Pfad aus Licht zwischen uns gewunden.

Wir leuchten im Wechsel am Firmament,
sind durch geheime Gedanken voneinander getrennt.
Erwarten nur wenig und geben nicht viel -
ein Deal ist nunmal ein Deal.

Wir beide sind wie Sonne und Mond,
an eine Grenze zwischen uns sind wir gewohnt.
Und doch ernähre ich mich von deinen Strahlen,
es reicht aber nicht um mit leuchtenden Farben zu malen.

Die Sache bei Sonne und Mond ist, einer gibt und einer nimmt.
Macht uns die gespielte Gleichgültigkeit blind?
Benutzen wir uns gegenseitig oder ist da doch mehr?
Stellt sich nur die Frage: Wer ist wer?

Wir beide sind wie Mond und Sonne,
kann nicht mit dir sein und auch nicht ohne.
Drum balanciere ich bei aller Poesie
auf einem schmalen Grad zwischen Euphorie und Melancholie.

25.8.16 12:49, kommentieren

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